Die aktuelle Ortsplanung der Stadt Steckborn ist seit Mitte 1999 in Kraft und wurde in den Folgejahren in verschiedenen Bereichen punktuell überarbeitet, angepasst und ergänzt. Der eigentliche Planungshorizont einer Ortsplanung (Rahmennutzungsplanung) von rund 15 Jahren ist bereits deutlich überschritten und eine Gesamtrevision unumgänglich.

Der Handlungsbedarf für eine Gesamtrevision ergibt sich zudem aus den übergeordneten, gesetzlichen Bestimmungen. Die Gemeinden im Kanton Thurgau sind verpflichtet, ihre Rahmennutzungsplanung innert fünf Jahren (bis 1.1.2018) und Sondernutzungspläne innert 15 Jahren (bis 1.1.2028) an die Bestimmungen des Planungs- und Baugesetzes und an die Interkantonale Vereinbarung zur Harmonisierung der Baubegriffe anzupassen.

Das Departement für Bau und Umwelt hat die Frist für die Revision der Ortsplanung Steckborn auf Gesuch hin um drei Jahre bis Ende 2020 verlängert. 

Des Weiteren formuliert das Bundesgesetz über die Raumplanung die Zielsetzungen für Bund, Kantone und Gemeinden und schreibt dabei eine haushälterische Nutzung des Bodens vor und insbesondere, die Siedlungsentwicklung gegen innen zu lenken, unter Berücksichtigung einer angemessenen Wohnqualität. Dabei geht es in erster Linie nicht darum, die verfügbaren Siedlungsflächen möglichst quantitativ zu füllen, sondern um optimierte und qualitativ gute Lösungen. Auch die Siedlungsgrenzen für Steckborn sind abgesteckt und die zukünftige Innenentwicklung wird eines der Kernthemen der Gesamtrevision der Ortsplanung sein.

 

Der Stadtrat hat am 28. Oktober 2019 die Gesamtrevision der Kommunalplanung Steckborn verabschiedet, im Herbst 2019 eine Informationsveranstaltung durchgeführt sowie eine öffentliche Vernehmlassung bis Ende Januar 2020 durchgeführt. Die Unterlagen befinden sich aktuell zur Vorprüfgung beim Departement für Bau und Umwelt. Das Ergebnis dieser Prüfung ist noch ausstehend.