Was ist die Ausgangslage?

  • Steckborn ist in der Wärmeversorgung zu stark von Erdgas aus dem Ausland abhängig. Mit dem Untersee liegt jedoch ein natürlicher erneuerbarer Energieträger vor der Haustüre.
  • Deswegen hat der Stadtrat das Kompetenz-Zentrum Erneuerbare Energie-Systeme Thurgau (KEEST) beauftragt, die Machbarkeit einer sicheren, unabhängigen und wirtschaftlichen Wärmeversorgung mit Fernwärme abzuklären.
     

Was schlägt die Machbarkeitsstudie von KEEST vor?

  • Die Machbarkeitsstudie schlägt einen mit Seethermie, ARA-Abwärme und einheimischem Holz ökologisch und unabhängig betriebenen Wärmeverbund vor.
  • Mit diesem Konzept kann auf Erdgas vollständig verzichtet werden.
  • Die Modellrechnungen von KEEST belegen die geforderte Wirtschaftlichkeit des Ansatzes hinsichtlich Investitionen, Betriebskosten und Wärmepreisen.


Welches Vorgehen ist geplant?

  • In einem Vorprojekt sollen Kosten, Umsetzung und Organisation detailliert und konkret geklärt werden.
  • Das Vorprojekt stellt eine vertiefte und konkretisierte Ausarbeitung der Möglichkeit dar, die Stadt auf wirtschaftliche Art und Weise unabhängig in der Wärmeversorgung zu machen. Dabei handelt es sich um keinen Vorentscheid und um keine Verpflichtung.
  • Über das Vorprojekt, das voraussichtlich (Stand Januar 2026) rund 165‘000 Franken kosten dürfte, wird im Juni 2026 an der Urne abgestimmt.

 

Gut besuchte Informationsveranstaltung zum Vorprojekt: Über 100 Steckbornerinnen und Steckborner in der Feldbachhalle

«Die Kombination aus Seethermie und Holz kommt in Steckborn gut an», titelte die Thurgauer Zeitung in ihrem Bericht über die Informationsveranstaltung zum Vorprojekt zur zukünftigen Wärmeversorgung Steckborn. Mehr als hundert interessierte Bürgerinnen und Bürger besuchten am 4. Februar 2026 abends die Informationsveranstaltung in der Feldbachhalle.

David Dünnenberger, Geschäftsführer des Kompetenz-Zentrums Erneuerbare Energie-Systeme Thurgau (KEEST), stellte die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vor. Das Fazit der Studie sei, schreibt der Bote vom Untersee in seiner Berichterstattung: «Ein Wärmeverbund ist technisch machbar und wirtschaftlich realisierbar. Entsprechend ist die Empfehlung des KEEST die Initialisierung der nächsten Projektschritte, bedeutet die Ausarbeitung eines Vorprojekts.»

«Wir gehen mit dem noch auszuarbeitende Vorprojekt, in dem die genauen Kosten, die Umsetzung und die Organisation geklärt werden sollen, keinerlei Verpflichtung ein», zitiert die Thurgauer Zeitung Stadtrat Stephan Marty. Die Gemeinde schaue sich die Sache vertieft an, so dass es keine böse Überraschung gebe und die Risiken in Griff seien, sagte Marty. Ueli Oswald, Gemeindepräsident von Berlingen, berichtete an der Informationsveranstaltung über die Erfahrungen, die Berlingen in einem ähnlichen Projekt gemacht habe. Die Bevölkerung habe die Bemühungen um einen Wärmeverbund grösstenteils sehr positiv aufgenommen. Das Vorprojekt habe klare Entscheidungsgrundlagen geschaffen. Seit Herbst 2025 sei man soweit, dass man mit der Realisierung loslegen könne, eine Einsprache sei noch hängig – danach werde vorwärts gemacht.

Der Steckborner Stadtrat bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden der Infoveranstaltung für ihren Besuch.

Dokumente

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Infoblatt Vorprojekt (PDF, 245 kB) Download 0 Infoblatt Vorprojekt
KEEST Präsentation Infoanlass (PDF, 1.1 MB) Download 1 KEEST Präsentation Infoanlass
Leitfaden Wärme-Kältenutzung Bodensee Kanton Thurgau (PDF, 1.81 MB) Download 2 Leitfaden Wärme-Kältenutzung Bodensee Kanton Thurgau