Schönheiten mit Nebenwirkungen (Neophyten)
Invasive Neophyten wurden oft als Zier- oder Nutzpflanzen eingeführt. Arten wie die Rote Spornblume oder die Vielblättrige Lupine schmücken Gärten und Böschungen mit ihren auffälligen Blüten. Doch sie breiten sich stark aus und verdrängen einheimische Pflanzenarten und die Biodiversität nimmt ab. Die Vielblättrige Lupine bindet zusätzlich Luftstickstoff und "düngt" somit den Boden, so dass nur noch nährstoffliebende Arten gedeihen.
Einige Arten haben direkte Auswirkungen auf Menschen und Tiere. Das Schmalblättrige Greiskraut etwa enthält ein Lebergift. Dieses kann über die Nahrungskette, beispielsweise durch Milch oder Honig, auch die Gesundheit von Menschen negativ beeinflussen. Die Geissraute ist ebenfalls toxisch und deren Verzehr kann für Weidetiere tödlich enden. Andere Pflanzen wie die Asiatischen Staudenknöteriche gefährden mit ihren Wurzeln die Stabilität von Bauwerken beispielsweise von Hochwasserschutzdämmen.
Einheimisch pflanzen – Probleme vermeiden
Wer im Garten oder auf dem Balkon auf einheimische Pflanzen setzt, leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Einheimische Arten sind an die lokalen Bedingungen angepasst und bieten Insekten Nahrung und Lebensraum. Gerne können Sie sich vom Projekt "Natur daheim" vom Amt für Raumentwicklung beraten lassen.
Bereits vorhandene invasive Neophyten sollten möglichst entfernt werden. Wichtig ist dabei die korrekte Entsorgung: Alle fortpflanzungsfähigen Pflanzenteile gehören in den Neophytensack. So wird verhindert, dass sich die Pflanzen weiterverbreiten. Nicht fortpflanzungsfähige Pflanzenteile können über die Grünabfuhr entsorgt werden.
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