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Biber ist im Feldbach aktiv

Wie bereits vor ein paar Jahren, ist im Feldbach der Biber aktiv und hat kleine Bäume gefällt. Das Bauamt Steckborn hat nun Vorkehrungen getroffen und die gefährdeten grösseren Bäume mit Drahtgeflecht eingezäunt.

Biber halten keinen Winterschlaf. Sondern sind auch im Winter aktiv und als reine Vegetarier auf der Nahrungssuche an Land und im Wasser. Im Winter, wenn die Vegetation ruht, ernährt sich der Biber hauptsächlich von Rinde und Knospen von Sträuchern und Bäumen, mit Vorliebe Weichhölzer wie Weiden und Pappeln. Da der Biber nicht klettern kann, fällt er die Bäume kurzerhand.

Der Biber wurde in der Schweiz um 1800 ausgerottet. Das Fell und das Fleisch waren begehrt und das Bibergeil, ein Drüsensekret, diente als Wundermedizin. Auch als vermeintlicher Fische- und Krebsräuber wurde der rein vegetarisch lebende Biber intensiv gejagt. Das Nagetier ist seit 1962 bundesrechtlich geschützt.

Seit 50 Jahren ist der Biber zurück im Thurgau. Zwischen 1966 und 1969 wurden im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojekts 18 Tiere freigelassen. Geglückt ist die Ansiedlung mit sechs norwegischen Bibern am Nussbaumersee. Diese Nager sind die Vorfahren der heute im Thurgau lebenden Tiere.

Nach letzten Schätzungen umfasst der Thurgauer Biberbestand etwa 550 Tiere. Dieser ist der zweitgrösste in der Schweiz und für die Ausbreitung in den  angrenzenden Kantonen und Nachbarländern von grosser Bedeutung.

„Der Biberbestand im Thurgau dürfte sich künftig nicht mehr massgeblich erhöhen“, sagt Michael Vogel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kantonalen Jagd- und Fischereiverwaltung Thurgau. „Die Umweltkapazität wurde erreicht. Es hat – einfach gesagt – weniger Plätze für neue Reviere und die Konkurrenz zwischen den Tieren steigt. Junge Biber auf der Reviersuche stossen bei hoher Revierdichte oft auf Artgenossen. Diese Begegnungen enden potenziell tödlich, da Biber ihre Reviere äusserst scharf gegenüber Artgenossen verteidigen“, so Michael Vogel.

Weitere Auskünfte und Informationen rund um den Biber im Feldbach erteilt  Stadträtin Michaela Dähler, Ressortverantwortliche Umwelt, Landwirtschaft und Naturschutz, michaela.daehler@steckborn.ch