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Kollaborativ Denken und Handeln

Samstag, 04. Juli 2020 
16:00 
- 23:00 Uhr
Veranstalter: Haus zur Glocke
Ort: Seestrasse 91

Planen+Falten ist eine Kooperation zwischen den vier Künstlerinnen Ronja Svaneborg, Christine Katscher, Severin Hagen und Pirmin Hagen.

Planen+Falten ist eine Kooperation zwischen den vier Künstlerinnen Ronja Svaneborg, Christine Katscher, Severin Hagen und Pirmin Hagen. Während die Beteiligten KünstlerInnen in unterschiedlichen Konstellationen bereits in der Vergangenheit zusammen gearbeitet haben, stellt dieses Vorhaben den Versuch dar, alle vier Arbeitsweisen in einer Ausstellung zu verbinden. Das Ziel ist es hierbei nicht, wie in einer klassischen Gruppenausstellung, die vier Positionen in einem Raum zu vereinen und in Austausch zu setzten. Vielmehr sollen ein von Anfang an darauf ausgelegter Prozess darauf hinaus laufen, dass aus den vier Arbeitsweisen ein hybrides Kunstwerk in Form einer Ausstellung entsteht. Dieser Absicht gehen die verschiedenen Erfahrungen der KünstlerInnen in der Zusammenarbeit mit anderen voraus, die im Idealfall zu einer Erweiterung der eigenen Möglichkeiten führen können. Beispiele hierfür sind in den beigelegten Portfolios zu finden.

Eine zentrale Frage in der Zusammenarbeit bildender Künstler liegt im Problem, dass künstlerische Intentionen nur unzulänglich verbalisiert werden können. Der in Planen+Falten angewandte Umgang damit ist der, die verbale Kommunikation durch eine visuelle zu ersetzten, bzw. sie zumindest dadurch zu ergänzen. Das Werkzeug, das wir hierfür verwenden ist eine Grafik, die sich aus Bildelementen aller beteiligter KünstlerInnen zusammen setzt und für uns eine ähnliche Funktion wie ein Bauplan (Anleitung) und eine Landkarte (Orientierung), übernimmt. In der Vorbereitung und der Umsetzung der Ausstellung dient dieser abstrakte Plan als Leitfaden. In der individuellen Vorarbeit dient er dazu, die Vorstellungen der Anderen mitdenken zu können. In der Ausstellung ermöglicht er, dass die einzelnen Elemente einer gemeinsamen Absicht folgend zusammengefügt werden können. Dabei soll er helfen, dass die kollektive Absicht der individuelle nicht von Vornherein unterliegt.

Längerfristiges Ziel ist, unterschiedliche Ausstellungen an unterschiedlichen Orten, aber jeweils auf dem selben Plan basierend umzusetzen. Damit soll neben der Intentionen der Künstlerinnen die jeweilige räumliche Situation, an die der Plan angepasst werden muss eine entscheidende Rolle spielen. Die räumliche Situation setzt sich für uns aus dem Ausstellungsraum und dessen (regionaler, geografischer, sozialer, etc) Umgebung zusammen. In zunehmendem Maße wird auch der Faktor Zeit einer Rolle spielen, da auf dem selben Ausgangsmaterial (der Plan) unterschiedliche Arbeiten (im Atelier) und Ausstellungskonstellationen entstehen werden.

Die konkrete Form der Ausstellung ergibt sich erst aus dem Aufbauprozess. Erst in diesem werden die individuelle Vorarbeiten aufeinander angepasst und zusammen gefügt.

 

Kontakt

Haus zur Glocke
Seestrasse 91
8266 Steckborn
info@hauszurglocke.ch
Tel. 052 770 24 50

Oder nach Vereinbarung unter der Telefonnummer: 052 770 24 50.