21. November 2022

Die Energiekrise bewegt die Schweiz. Befürchtungen, dass diesen Winter Gas und Strom knapp werden könnten, führen in der Bevölkerung zu Unsicherheiten. Viele Menschen bereiten sich entsprechend auf mögliche Strom- oder Gaslücken vor. Alte Cheminées werden reaktiviert, Elektroöfen platziert oder ein grosser Vorrat an Kerzen gekauft. Dabei wird oft vergessen, dass diese Produkte bei fehlerhafter Inbetriebnahme, falscher Anwendung oder bei Unachtsamkeit erhebliche Risiken bergen.


Die Beratungsstelle für Brandverhütung (BFB) hat für Sie einfache, aber wirkungsvolle Rat-schläge zusammengestellt. Diese helfen Ihnen, mögliche Gefahren zu erkennen und somit Unfälle und Brände zu verhindern.


Cheminées und Holzöfen    
Steigt die Heizung aus, kann ein Cheminée oder Ofen kurzfristig für Wärme sorgen. Entspre-chend werden zurzeit viele alte Cheminées wieder in Betrieb genommen oder neue Öfen im Fachmarkt gekauft und selber installiert. Beides birgt erhebliche Risiken. Und auch im späteren Betrieb ist einiges zu beachten, damit das Feuer im Cheminée bleibt.


Elektroöfen
Werden alte Elektroöfen wieder in Betrieb genommen, ist es wichtig, diese vorgängig auf deren Tauglichkeit zu prüfen. Bei neuen wie alten Elektroöfen sollten Sie sicherstellen, dass sich die Wärme gut verteilen kann und es keinen Wärmestau gibt.


Gasgrills, Gaspilze und Gasheizstrahler    
Sind bei diesen Geräten Dichtungen, Anschlüsse und Leitungen undicht, kann Gas austreten. Es könnte sich am Boden eine Gasblase bilden, die bereits beim kleinsten Funken zu einer Explosion führt. Gasflaschen dürfen Sie aus diesem Grund nicht in der Wohnung oder im Keller lagern. Werden Gasgrills, Gaspilze oder Gasheizstrahler in Innenräumen betrieben, besteht zudem die akute Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung.


Campingkocher
Die BFB empfiehlt generell, keine Campingkocher in Innenräumen zu verwenden, denn sie sind zum Heizen eines Raumes ungeeignet. Viele dieser Kocher bergen ein hohes Risiko einer Kohlenmonoxidvergiftung. Viel sicherer ist der Betrieb auf dem Balkon oder im Garten. Da die Geräte sehr heiss werden, müssen sie unbedingt komplett abkühlen, bevor sie wieder verstaut werden. Halten Sie zudem eine Löschdecke in Reichweite. 


Kerzen
Die Gefahr, die von Kerzen ausgeht, wird oft unterschätzt. Jedes Jahr brennt es in der Schweiz über 500 Mal wegen einer Kerze. Viele dieser Brände entstanden, weil brennende Kerzen vergessen wurden oder weil sich brennbare Materialien im Umfeld der Kerze entzündet haben.


Stromgeneratoren
Stromgeneratoren werden mit Diesel oder Benzin betrieben. Durch verschütteten Kraftstoff beim Betanken, auslaufendes Benzin bei undichten Bestandteilen oder heissen Teilen besteht Brandgefahr. Werden die Generatoren innerhalb des Gebäudes aufgestellt, kann dies zudem zu einer Kohlenmonoxidvergiftung führen. Übrigens: Kühlschränke und Tiefkühler können mehrere Stunden ohne Strom überbrücken, wenn sie geschlossen bleiben.


Leistungsstarke Akkus / Power Stations    
Akkus können durch Tiefentladung, durch äussere Erwärmung oder durch mechanische Einwirkung beschädigt werden. Unsachgemässe Lagerung oder Fehler beim Ladevorgang können ebenfalls zu Bränden führen.


Weitere Informationen und Hinweise    
Weitere Informationen und Hinweise finden Sie auf der Website der Beratungsstelle für Brand-verhütung, www.bfb-cipi.ch.

Auch der Brandschutzverantwortliche für Feuerungsanlagen der Stadt Steckborn, Emanuel Tanner (Eidg. dipl. Kaminfegermeister, Brandschutzfachmann, Feuerungskontrolleur), gibt Ihnen gerne weitere Auskünfte im Bereich Brandschutz, Unfallverhütung, Energiesparen und Umweltschutz; emanuel.tanner@bluewin.ch, www.e-tanner.ch.

Vielen Dank für Ihre wertvolle Beachtung und aktive Umsetzung.
 

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