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Aline Camenzind «Sehnsucht und Ekstase»

Samstag, 19. August 2017 
20:00 
- 21:30 Uhr
Veranstalter: Stiftung Turmhof
Ort: Turmhofareal, Seestrasse 84 A, Steckborn
Musik und Literatur verschmelzen zu neuen Klangwelten.

Die Mezzosopranistin Aline Camenzind lebt mit ihrer Familie in Steckborn und arbeitet hier in ihrem «Studio für Stimme» neben ihrer Tätigkeit an der Musikschule Weinfelden und am SingStimmZentrum Zürich (SSZZ), wo Störungen der Stimme behandelt werden. Ihre Liebe zum Gesang und zur Musik und Sprache und ihre grosse Faszination für das Phänomen Stimme führten sie zum klassischen Sologesang. Aline Camenzind hat sich der klassischen Musik verschrieben, wagte sich aber letztes Jahr im Rahmen von Mammern Classics auch auf die Bühne des Musicals. Unter ihren zahlreichen Kirchenkonzerten sind besonders ihr Auftritt 2004 in London als Solistin in Monteverdis Marienvesper mit den Exmoor Singers of London und 2008 als Alt II in der Matthäus Passion im Grossmünster in Zürich hervorzuheben. Anfang 2018 wird sie im Rahmen von Musiktheater Wil auf der Opernbühne stehen.

Mit dem Auftritt im Foyer des Turmhofes erfüllt sie sich den langgehegten Wunsch, Musik des französischen Impressionismus (um 1890–1920), welche sie sehr berührt, zur Aufführung zu bringen. Daher widmet sie ihren ersten Konzertteil dem Hauptvertreter Claude Debussy und Komponisten wie Henri Duparc, Gabriel Fauré und Ernest Chausson, deren Musik ebenfalls den impressionistischen Geist atmet. Der Impressionismus entstand aus einer Bewegung innerhalb der Malerei in Frankreich. Die Darstellung von Licht und Atmosphäre wurde im Impressionismus zur malerischen Hauptaufgabe. Diese Entwicklung schwappte auch auf Literatur und Musik über. Gedichte von Paul Verlaine beispielsweise – an sich schon literarische Kunstwerke, erhielten durch Kompositionen von Claude Debussy eine weitere Dimension an Stimmung und Atmosphäre.

Im zweiten Teil ihres Konzertes springt Aline Camenzind zurück zu den Anfängen des klavierbegleiteten Lieds mit Liedern von Wolfgang Amadeus Mozart (gemeinsam mit Haydn und Beethoven Vertreter der Wiener Klassik 1770-1830). Lieder von Franz Schubert leiten über in die Romantik des 19. Jahrhunderts, der Blütezeit des Kunstlieds mit Robert Schumann und Johannes Brahms, welche dieses Genre zu nie dagewesener Subtilität und harmonischer Komplexität führten und damit zu äusserster Ausdrucksstärke. Diese Entwicklung fand im Impressionismus ihre Weiterführung, wodurch sich der Kreis schliesst.

Am Flügel wird Aline Camenzind von Rosmarie Gut begleitet; sie kennen sich schon sehr lange aus ihrer Zeit in Winterthur und sind durch Rosmarie Guts Umzug nach Berlingen mittlerweile wieder Nachbarinnen.

Eintritt: CHF 20.00
Türöffnung: 19.30 Uhr
Barbetrieb, Reservation erwünscht

Kontakt

Stiftung Turmhof / Felix Lieberherr
Tel. 052 761 13 65
felix.lieberherr@turmhof.ch
www.turmhof.ch

Reservationen

www.turmhof.ch/veranstaltungen