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Aktuelle Meldungen

Stadtrat schlägt Steuerfusssenkung vor

Der Stadtrat schlägt mit dem Budget 2018 der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember 2017 eine Steuerfusssenkung um drei Prozent der einfachen Staatssteuer auf einen Steuerfuss von 63 Prozent vor.

Das Budget 2018 rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 64‘000.- Franken. Bruttoinvestitionen sind in der Summe von 2.78 Millionen Franken vorgesehen, wovon 861‘000.- auf Bereiche die aus Steuermitteln mitfinanziert sind entfallen und der Rest auf gebührenfinanzierte Werkbereiche.

Der Finanzplan rechnet nach heutigem Stand ab dem Jahr 2022 mit negativen Ergebnissen, die aus dem Eigenkapital gedeckt werden müssten. Dies erachtet der Stadtrat als verkraftbar vor dem Hintergrund, dass das Eigenkapital in den vergangenen Jahren mit positiven Ergebnissen hat erhöht werden können und im Jahr 2025 die Abschreibungsbelastung in der Rechnung der Stadt sinkt.

 

Umfangreiche Investitionen

Die Gemeindeversammlung Anfang Dezember wird mit dem Budget über Objektkredite für Investitionen in den nächsten Jahren im Umfang von 4.5 Millionen Franken. Auch hier betrifft der Grossteil mit 3.735 Millionen Franken gebührenfinanzierte Werkbereiche.

Das grösste Projekt ist ein Smart Power Management-System des Elektrizitätswerks (EW) mit einer Summe von 1.55 Millionen Franken. Dieses System bildet die Basistechnologie des sogenannten Smart Grids oder intelligenten Stromnetzes, das neue Herausforderungen mit steigendem Anteil an dezentraler Stromerzeugung und die Erhöhung der gesamten Energieeffizient erfüllen soll. Es ermöglicht zudem neben der Zählerfernauslesung auch die vorhandene, in die Jahre gekommene Rundsteuerung komplett abzulösen und deren Funktion zukünftig dynamisch zu gestalten. Das Projekt soll in Etappen während der kommenden fünf Jahre umgesetzt werden.

Zudem plant das für das nächste Jahr den Neubau einer Trafostation Linde (305‘000.- Franken) sowie den weiterein Ausbau der Nieder- und Mittelspannungsanlagen (150‘000.- Franken).

Am Mühlhofweg soll in einer zweiten Sanierungsetappe (150‘000.- Franken) der nördliche Abschnitt der alten Wasserleitung bis zur Ofenbachstrasse ersetzt werden. Die Tiefbauarbeiten werden mit der durch das EW geplanten Sanierung der Hausanschlussleitungen koordiniert. Für die Sanierung der Mühlhofstrasse mit allen Werkleitungen wird ein Objektkredit über 520‘000.- Franken vorgeschlagen und für die Sanierung der Zelgistrasse ein Projektierungskredit über 50‘000.- Franken. An der Thalstrasse ist der Ersatz der Wasserleitung mit 75‘000.- Franken vorgesehen.

Zahlreiche Investitionen sind auch im Abwasserbereich beabsichtigt. Im Vordergrund steht die Erneuerung der Technik für elektrisches Messen, Steuern und Regeln (EMSRL) in der Abwasserreinigungsanlage. Dieses Prozessleitsystem ist bereits wieder in die Jahre gekommen und muss nun zwingend erneuert werden. Die Projektierung wurde in diesem Jahr vorgenommen. Die Erneuerung der EMSRL-Technik ist in Etappen über drei Jahre vorgesehen, wofür ein Objektkredit über 1.2 Millionen Franken beantragt wird.

Im Feldbachareal wird im Bereich der Aussensportanlage westlich des Schulhauses der Neubau einer öffentlichen WC-Anlage vorgeschlagen und ein Objektkredit von 370‘000.- vorgelegt. Die beiden bestehenden, der Öffentlichkeit zugänglichen WC-Anlagen an der Peripherie der Parkanlage (Surfplatz, Jachthafen) sind mit Blick auf die Besucherzahlen der Spitzenmonate völlig unzureichend. Die Notwendigkeit einer zusätzlichen, für die Besucher des Areals gut positionierten öffentlichen WC-Anlage ist zweifelsfrei gegeben. An die Kosten beteiligen will sich die Primarschule mit 140‘000.- Franken.

Für das Strandbad wird ein Kreditantrag über 70‘000.- Franken für das Erstellen eines Sprungturms unterbreitet. Dies, weil die aufblasbaren und schwimmenden Spielgeräte wie der Eisberg immer wieder repariert und nach schon recht kurzer Zeit beseitigt werden mussten. Der Stadtrat möchte den Badegästen wieder eine Attraktion im Strandbad anbieten. Er bevorzugt es aber, kein aufblasbares Spielgerät mehr anzuschaffen, das schnell Schaden nehmen kann und dessen Entsorgung später einmal aus seiner Sicht problematisch ist. Einen Sprungturm erachtet er als dauerhafte und sinnvolle Investition für das Strandbad. Der Sprungturm soll mit Sprungbrettern in einem und in drei Metern Höhe versehen werden und an der Seehalde platziert werden, wo die Wassertiefe ausreichend ist. 

Für 60‘000.- Franken ist der Kauf eines neuen Grossrasenmähers für das Bauamt vorgesehen. Der aktuelle Mäher „Bucher-Kubota" wurde 2010 beschafft. Die Reparaturkosten steigen und das Gerät hat sichtlich seinen Zenit überschritten.

 

Projekte im Budget

Auch im ordentlichen Budget 2018 der Erfolgsrechnung sind einige besondere Projekte vorgesehen, so die Sanierung der Abwasser-Pumpstation Glarisegg (Fr. 40‘000.-) und die Projektierung des Ausbaus der Abwasser-Pumpstation beim Seeschulhaus (Fr. 23‘000.-). Für einen neuen Pumpenschacht bei der WC-Anlage beim Surfplatz werden 40‘000.- Franken benötigt. Zudem sind Beträge vorgesehen von 20‘000.- Franken für eine Machbarkeitsstudie für einen Neubau des Sportplatzes Emmig, von 44‘000.- Franken für den Heizungsersatz im Bauamt und von 19‘500.- Franken für ein Elektro-Kommunalfahrzeug.