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Siegerprojekt für Wiederaufbau

Die Stadt Steckborn, die Stiftung Ortsbild Steckborn sowie das Hochbauamt und das Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau teilen mit: Siegerprojekt für Wiederaufbau in Steckborn steht fest.

Vor knapp einem Jahr ist das historische Zentrum der Stadt Steckborn von einem verheerenden Brand heimgesucht worden. Die Eigentümerinnen und Eigentümer der niedergebrannten Liegenschaften haben sich jedoch bereits kurz nach dem Brand für einen gemeinsamen Wiederaufbau und die Ausschreibung eines öffentlichen Wettbewerbs entschieden. Nun wurde das Projekt «L’AQUILINO» vom Büro Pater als Siegerprojekt erkoren.

Das Preisgericht bestimmte einstimmig aus allen eingereichten Arbeiten das Projekt «L’AQUILINO» vom Büro Pater, Sebastian T. Pater, Architekt ETH SIA, aus Zürich als Sieger des Wettbewerbs und empfiehlt es zur Weiterbearbeitung. Laut der Jury stellt das ausgewählte Projekt «L’AQUILINO» «an diesem städtebaulich wichtigen Ort eine architektonische Bereicherung für Steckborn dar. Ebenso erfüllt es die Anforderungen aller drei involvierten Liegenschaftenbesitzer und -besitzerinnen.» Mit der Weiterbearbeitung des Siegerprojekts wird Anfang 2017 begonnen.

Komplexe Aufgabe

104 Architekturbüros meldeten sich für eine Teilnahme an, 69 Projekte wurden fristgerecht und anonym eingereicht. Nebst dem Siegerprojekt «L’AQUILINO» wurden das Projekt «ARNIKA» (Rang 2) von cgf architektur, Corina Gatzsch-Flury, dipl. Arch. ETH SIA, Wald ZH sowie das Projekt «JANUS A» (Rang 3), von SQUADRAT Architekten ETH SIA, Zürich, prämiert. Teilnahmeberechtigt waren Fachleute aus dem Bereich Architektur mit Wohn- oder Geschäftssitz in der Schweiz, den Landkreisen Konstanz und Bodensee sowie dem Bundesland Vorarlberg. Den teilnehmenden Architekturbüros stellte sich eine komplexe und schwierige Aufgabe, galt es doch, zeitgemässes Bauen in einen historischen Kontext zu integrieren. Erschwerend war der Umstand, dass für drei verschiedene Besitzer mit unterschiedlichen Grundstücken und Anforderungen zu planen war.

Wunsch nach raschem Wiederaufbau

Dass bereits knapp ein Jahr nach dem Brand ein Siegerprojekt für den Wiederaufbau der Altstadthäuser präsentiert werden kann, hat zum einen mit dem Wunsch von privaten und öffentlichen Stellen nach einem raschen Wiederaufbau zu tun. Auf der anderen Seite hat aber auch die Zusammenarbeit verschiedener involvierter Stellen bestens funktioniert. So übernahm die Stiftung Ortsbild Steckborn die Leitung für den Wettbewerb und die Vertretung der Grundeigentümer und Grundeigentümerinnen. Drei der vier betroffenen Liegenschaftenbesitzer und -besitzerinnen erklärten sich mit dem Vorgehen eines Wettbewerbes einverstanden. Der vierte Liegenschaftenbesitzer, dessen Haus stark beschädigt noch steht, verzichtete auf die Teilnahme am Wettbewerb, da er sein Haus in gleichem Umfang wieder aufbauen will. Für die Organisation des Wettbewerbes stellte sich das Hochbauamt des Kantons Thurgau zur Verfügung. Auch der Stadtrat von Steckborn zeigte sich von Beginn weg hilfsbereit und war überzeugt, dass der Wiederaufbau an dieser historisch und städtebaulich bedeutenden Stelle nur durch ein gemeinsames Vorgehen – wenn möglich mit einem Wettbewerb – geschehen sollte. Steckborn gehört zu den schützenswerten Ortsbildern der Schweiz (ISOS) und ist auch im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler aufgeführt.

Verheerender Brand kurz vor Weihnachten

Am 21. Dezember 2015 wurde das historische Zentrum Steckborns in der Nacht von einem Brand heimgesucht. Drei Tage und drei Nächte lang war die Feuerwehr in pausenlosem Einsatz. Aufgrund der geschlossenen Bauweise, der alten Bausubstanz und der fehlenden Brandmauern griffen die Flammen rasch um sich. Das Feuer hinterliess eine grosse Lücke. Vier Liegenschaften wurden ganz oder teilweise zerstört.

Ausstellung sämtlicher Beiträge

In einer Ausstellung in der Bernina-Shedhalle können sämtliche Wettbewerbsbeiträge betachtet werden.

Ort: Bernina Shedhalle (Gebäude südlich der Bahngeleise), 1. Stock, Eingang Weierstrasse, Zugang über Aussentreppe
(Zugang auch via Warenlift, Eingang um die Ecke, gegenüber Bahngeleise)

Eröffnung:
Freitag, 23. Dezember 2016, 10.00 Uhr
Begrüssung Roger Forrer, Stadtpräsident, und Walter Oberhänsli, Präsident der Stiftung Ortsbild

Ausstellung:
Die Öffnungszeiten sind immer 14.00 bis 16.00 Uhr

Freitag, 23. Dezember 2016

Mittwoch, 28. Dezember 2016
Donnerstag, 29. Dezmebr 2016

Mittwoch, 4. Januar 2017
Donnerstag, 5. Januar 2017

Samstag, 14. Januar 2017
Sonntag, 15. Januar 2017

Freitag, 20. Januar 2017
Samstag, 21. Januar 2017
Sonntag, 22. Januar 2017