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Positiver Rechnungsabschluss

Die Jahresrechnung 2016 der Stadt Steckborn schliesst mit einem Ertragsüberschuss von knapp 800‘000.- Franken ab. Budgetiert war ein kleines Minus.

Die durchschnittliche Steuerkraft pro Einwohner ist im Jahr 2016 unerwartet gegenüber dem Vorjahr um über 7.5 Prozent gestiegen und liegt bei 100 Prozent der einfachen Steuer bei 2‘085.- Franken und damit erstmals über 2‘000.- Franken. Entsprechend lagen die Steuereinnahmen um 515‘000.- Franken über dem budgetierten Umfang.

Auch der er Bereich Soziale Sicherheit schliesst wesentlich besser ab als budgetiert. Bei der Wirtschaftlichen Sozialhilfe ist das Ergebnis um gut 257‘000.- Franken und bei der Alimentenbevorschussung um knapp 120‘000.- Franken positiver als budgetiert. Beides ist in erster Linie auf sehr hohe Rückerstattungen auf erbrachte Leistungen zurückzuführen.

Der Ertragsüberschuss soll gemäss Vorschlag des Stadtrates für ausserordentliche Abschreibungen von 677‘278.- Franken auf Kantonsstrassen und Gewässerverbauungen verwendet werden. Es verbleibt ein Ertragsüberschuss von 120‘613.75 Franken, der dem Eigenkapital zufliessen soll.

Die Genehmigung der Jahresrechnung 2016 wird der Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 21. Juni 2017, 20.00 Uhr in der Aula des Sekundarschulhauses Feldbach vorgelegt.

Die Gemeindeversammlung wird neben zwei Einbürgerungen und Änderungen beim Friedhofreglement auch über ein Darlehen über zehn Millionen Franken an die Wohnbaugenossenschaft Linde (Woba Linde) befinden.

Die Pensionskasse Thurgau würde das Darlehen der Stadt Steckborn zur Weitergabe an die Woba Linde zur Verfügung stellen, mit einer Laufzeit von zehn Jahren und zu einem jährlichen Zins von 1.31 Prozent.

Dieses Darlehen bildet eine wichtige und sehr günstige Basis zur Finanzierung der geplanten Genossenschaftswohnungen. Der Hauptteil der übrigen Mittel soll mittels Bankhypotheken beigebracht werden.

Für die Gesamtsanierung der Liegenschaften Turmhof ist der Stadtrat bereit, einen höheren denkmalpflegerischen Beitrag zu leisten. Der gesetzlich vorgeschriebene Gemeindebeitrag beträgt 10 Prozent der anrechenbaren Kosten oder 185‘000.- Franken der erwarteten Gesamtkosten. Die Gemeindeversammlung wird darüber befinden, ob der Beitrag auf 15 Prozent der anrechenbaren Kosten oder 277‘500.- Franken erhöht werden soll. Für die denkmalpflegerischen Beiträge an die Evangelische Kirche und den Turmhof hat die Stadt ausreichend Vorfinanzierungen gebildet, so dass der erhöhte Beitrag ohne Auswirkungen auf das Rechnungsergebnis getragen werden kann. Die Gemeindeversammlung wird über die Erhöhung des denkmalpflegerischen Beitrages beschliessen.

Darüberhinaus wünscht die Stiftung Turmhof wünscht zur Finanzierung ihres Bauvorhabens eine weitere Unterstützung durch die Stadt. Die Thurgauer Kantonalbank bietet der Stadt ein Darlehen über 1.35 Millionen Franken mit einer Laufzeit von zehn Jahren und zu einem sehr günstigen Zins von 0.7 Prozent zur Weitergabe an die Stiftung Turmhof an. Der Stadtrat ist der Auffassung, dass es der Stiftung Turmhof ermöglicht werden soll, die Restaurierung zu optimalen Bedingungen durchzuführen. Er empfiehlt der Gemeindeversammlung deshalb die Zustimmung zur Gewährung des Darlehens. Da die Liegenschaften bei einer Auflösung der Stiftung an die Stadt gehen würden, erachtet es der Stadtrat als sinnvoll, dass die Liegenschaften erneuert und die Kosten dafür möglichst günstig gehalten werden.