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Energiestadt mit neuer Website

Seit 2009 trägt Steckborn das Label «Energiestadt» als Leistungsausweis für eine nachhaltige kommunale Energiepolitik. Ein eigener Webauftritt unterstreicht diese Ziele nun noch deutlicher.

Die effiziente Nutzung und alternative Erzeugung von Energie hat in Steckborn eine lange Tradition. So initiierte beispielsweise der anfangs der 90er-Jahre gegründete Solarverein bereits vor 25 Jahren die Montage einer leistungsstarken Photovoltaik-Anlage am Turm der katholischen Kirche oder engagierte sich für den Betrieb der Solarfähre «Helio». Diese Pionierarbeit hat das ökologische Bewusstsein der Einwohnerinnen und Einwohner seither nachhaltig geprägt und Früchte getragen.

Vielfältige aktuelle Beispiele 

Aktuelle Beispiele dafür sind etwa der «Energie-Erlebnis-Raum» mit 22 fest installierten Energiestationen sowie einem Atelier im mit Photovoltaik, Windgenerator und Erdsonde ausgerüsteten Primarschulhaus Hub, der die nächste Generation für das Thema sensibilisiert. Oder der Wärmeverbund Feldbach, der mit einer Holzschnitzelheizung das gleichnamige Schulhaus, die Dreifachturnhalle sowie das gesamte Seehotel Feldbach mit Wärme beliefert. Ein moderner Wertstoff-Entsorgungsplatz und eine Schnellladesäule für Elektromobile runden das Bild ab. An einem Strick ziehen «Möglich gemacht hat dieses erfolgreiche Engagement für die effiziente Nutzung von Energie, den Klimaschutz und erneuerbare Energien die langjährigen gemeinsamen Interessen von Stadt, Schulen, Vereinen und Privaten», sagt Stadträtin Michaela Dähler, Präsidentin der Energiestadtkommission. Seit der Verleihung des mit hohen Anforderungen verbundenen Labels «Energiestadt» vor neun Jahren bestätigten zwei Rezertifizierungen, dass Steckborn bezüglich Nachhaltigkeit gut auf Kurs ist.

Längerfristig autonome Energieversorgung

2015 beschloss die Stadt, noch einen Schritt weiterzugehen und verpflichtete sich den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft. «Die Diskussion dazu, zusammen mit der Bevölkerung, wird uns auch Anhaltspunkte geben, ob wir uns über kurz oder lang selbständig mit Energie versorgen können», blickt die Stadträtin in die Zukunft. Dafür soll das Leitbild mit den 2000-Watt-Zielen ergänzt, der Energierichtplan umgesetzt sowie die Energiebuchhaltung weitergeführt und daraus ein Sanierungsplan abgeleitet werden. «Wir machen kleine, aber stetige Schritte», bilanziert Dähler.

Eigene Website – Botschafter gesucht

Neu werden die Ziele mit der eigens dafür aufgeschalteten Website www.energiestadt-steckborn.ch unterstützt, die von der örtlichen Kommunikationsagentur Traber konzipiert und realisiert wurde. «Damit etablieren wir einen direkten Draht zur Bevölkerung», erklärt «Energieministerin» Dähler. Die Website bietet Fakten, Zahlen und Hintergründe zum Steckborner Energiekurs – und sucht Botschafterinnen und Botschafter für das Projekt, «Menschen mit einem ausgeprägten ökologischen Bewusstsein, die zeigen, wie sie im Alltag bewusst mit Energie umgehen».

www.energiestadt-steckborn.ch