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Aktuelle Meldungen

Arealentwicklung Schützengraben

Für die Parzelle Nr. 106 zwischen Schützengraben und Augustinergasse bestehen konkrete Bebauungsabsichten. Für die anstehende Planung wurden vom Stadtrat verbindliche Planungsparameter beschlossen. Elementarer Bestandteil dieser Para-meter ist die Durchführung eines Wettbewerbes als Basis für den nachfolgenden Erlass eines Gestaltungsplanes.

Die bislang unbebaute Parzelle Nr. 106 – eingebunden zwischen Schützengraben und Augustinergasse – liegt innerhalb der Stadtmauern der historischen Altstadt und ist lediglich durch einen schmalen Korridor an die Augustinergasse angebunden. Die BFW Liegenschaften AG, Frauenfeld, als Eigentümerin des Grundstücks hat gegenüber der Gemeinde konkrete Bebauungsabsichten geäussert. 

Gemäss den Bestimmungen des Baureglements Steckborn bestimmt der Stadtrat für un-überbaute oder nur teilweise überbaute Grundstücke unter Beizug anerkannter Fachleute die zulässige Bauweise, Masse und Gestaltung solange von Fall zu Fall, als kein Gestal-tungsplan vorliegt. Die Ausnützung wird in dieser Zone durch Bau- und Gestaltungsvor-schriften ersetzt. 
Aufgrund der geringen Regeldichte in der Kernzone sowie der teilweise fehlenden Baureife der Parzelle Nr. 106 hinsichtlich der nur ungenügenden Erschliessung via Augustinergasse und zur rechtsverbindlichen Festsetzung der Planungsparameter ist der Erlass eines Gestaltungsplanes aus Sicht des Stadtrates unerlässlich. 

Als Basis für den Erlass eines Gestaltungsplans wurde vom Stadtrat die Durchführung eines Wettbewerbes zwingend vorgegeben.  

Mit der BFW Liegenschaften AG wurde in der Folge die Durchführung eines sog. Konzep-tauftrages vereinbart mit dem Ziel, ein etappierbares Gesamtbebauungskonzept zu entwi-ckeln. Das Hauptaugenmerk ist nebst der städtebaulich – architektonischen Ausgestaltung der vorzuschlagenden Bauten auf das städtisch geprägte und historisch - geschützte Umfeld zu richten.
Der Konzeptauftrag soll eine spezifisch auf den Ort ausgerichtete, städtebauliche Entwick-lung aufzeigen und Auskunft über die Gesamtwirkung (Dichte, Stellung, Volumetrie, Struktur, Massstäblichkeit, Freiraum, Verkehr, Identität) sowie die freiräumlichen und gestalterischen Aspekte geben. 

Zur Teilnahme am Konzeptauftrag eingeladen sind 5 Architekturbüros aus der Ostschweiz; die Schlusspräsentation der Beiträge ist für den 31.10.2019 vorgesehen.

Das Beurteilungsgremium setzt sich zusammen aus unabhängigen Architekten und  Stadtplanern, aus Vertretern der Grundeigentümerin, der Politischen Gemeinde Steckborn, der Stiftung Ortsbild Steckborn, der Denkmalpflege Thurgau sowie einer Vertreterin des Quartiervereins Steckborn. 

Gemeinde als Mit-Veranstalterin 

Die Gemeinde als Mit-Veranstalterin / -Auftraggeberin an dieser Planungsaufgabe an ein-zigartiger Lage innerhalb der historischen Altstadt von Steckborn hat ein vitales Interesse an einem städtebaulich bestmöglichen Gesamtbebauungskonzept und sieht sich diesbezüglich in der Verantwortung. Dieses Projekt erfordert zwingend eine solide und glaubwürdige Grundlagenplanung, für welche jetzt die Weichen zu stellen sind und die wiederum als Basis für den nachfolgenden Gestaltungsplan dienen muss.

Ein Einbezug der gemeindeeigenen Parzellen Nr. 123, 128 und 129 (Werkhof Bauamt) ist aus städtebaulicher Sicht sowie im Interesse einer ganzheitlichen Betrachtung und Planung weitsichtig und sinnvoll; insbesondere mit Blick auf eine allfällige spätere Verlegung des Werkhofes und eine Überbauung des Areals sowie auf die verkehrstechnische Erschliessung via Schützengraben.

Die Planung ist so auszurichten, dass die Möglichkeit einer etappenweisen Umsetzung einer zukünftigen Bebauung und Erschliessung gewährleistet ist. Die Funktionalität des Werkhofes darf dabei nicht beeinträchtigt werden, solange dieser am heutigen Standort bestehen bleibt.