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Aktuelle Meldungen

Altlasten Feldbachareal

Nicht ganz unerwartet sind bei Untersuchungen im Feldbachareal Fremdstoffe und chemische Belastungen aus der industriellen Vergangenheit des Areals gefunden worden. Der Stadtrat hat in dieser Sache bereits mehrfach informiert und in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Amt für Umwelt seit 2013 verschiedene Abklärungen getroffen. Zur Gewinnung weiterer, detaillierter Erkenntnisse werden auf dem Areal in den Tagen vom 18. bis 20. Januar 2017 zusätzliche Sondierungen durchgeführt und anschliessend ausgewertet.

Lasten aus der Vergangenheit

Verschiedene Bereiche des Feldbachareals sind seit 2012 im Kataster der belasteten Standorte als prioritär untersuchungsbedürftige Ablagerungsstandorte eingetragen. Diese Altlasten stammen aus der industriellen Vergangenheit der Feldbachhalbinsel.

Vom Kloster in das Industriezeitalter

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich auf dem Feldbachareal eine Klosteranlage. In der Folge wurden die Klostergebäude bis auf das heute noch bestehende Refektorium (See & Park Hotel Feldbach) rückgebaut und das Gelände für industrielle Zwecke umgenutzt. Mehrere Generationen von Fabrikgebäuden wurden in den nachfolgenden Jahrzehnten gebaut, umgenutzt, abgerissen und wieder neu erstellt. Die Abbruchmaterialien sowie der Aushub für die Neubauten, aber auch teilweise Industrieabfälle, wurden damals als Uferaufschüttung verwendet oder auf dem Areal deponiert.

Sondierbohrungen

Mit den bisher getroffenen Massnahmen und Abklärungen konnten die möglicherweise kontaminierten Bereiche soweit eingegrenzt werden, dass nun gezielte Sondierungen durchgeführt und anschliessend analysiert werden können. Die Erkenntnisse aus diesen umfassenden Untersuchungen werden in einem technischen Bericht zusammengefasst. Daraus resultierende weitere Massnahmen werden mit dem Kanton abgesprochen.

Überwachung der Seewasserqualität

In unmittelbarer Ufernähe wurden vor rund 3 Jahren vier sog. Rotationskernbohrungen ausgeführt und mit sog. Piezometern (Messstellen) ausgestattet. Aus jedem der vier erstellten Piezometer werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Wasserständen Wasserproben entnommen und analysiert. Mit diesem Überwachungsprogramm kann beurteilt werden, ob und in welchem Umfang sich Rückstände aus den Uferauffüllungen allenfalls auf die Seewasserqualität auswirken.

Der Stadtrat wird über die weiteren Schritte und Massnahmen informieren, sobald konkrete Ergebnisse vorliegen.